Vorbild Berliner Mietshaus

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Im Zentrum des vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) und dessen ehemaligem Vorsitzenden, dem Architekten Tobias Nöfer, herausgegebenen Buchs stehen die Fotografien von Maximilian Meisse. Sie zeigen über 100 Fassaden von Berliner Mietshäusern und werfen einen neuen Blick auf herausragende Beispiele aus Friedenau, Charlottenburg, Prenzlauer Berg und Trep-tow. In Essays und Aufsätzen namhafter Autorinnen und Autoren zu den Themen Städtebau, Architektur, Kon-struktion, Baugeschichte und Ästhetik stellt das Buch das Berliner Mietshaus als Baustein für nachhaltige, resiliente und zugleich schöne Stadtquartiere dar. Das Berliner Mietshaus, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg erstellt, steht für eine Bauweise, die Dauerhaftigkeit, Anpassungsfähigkeit und urbane Qualität miteinander verbindet: robuste Konstruktion, flexible Grundrisse und die Fähigkeit, unterschiedlichste Nutzungen über Generationen hinweg aufzunehmen. Es verbindet serielles Bauen mit architektonischer Individualität und schafft zugleich jene urbane Dichte, die eine funktionierende Stadt ausmacht. Gerade unter den heutigen Anforderungen an Verdichtung, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gewinnt der Bautyp des Berliner Mietshauses neue Aktualität.Die rund 100 Fotografien von Maximilian Meisse werfen einen neuen Blick auf herausragende Beispiele des Mietshauses in Berlin - in Friedenau und Charlottenburg ebenso wie am Prenzlauer Berg, in Treptow oder am Plättnerwald. In Essays und Aufsätzen namhafter Autorinnen und Autoren wird das Berliner Mietshaus als Baustein für resiliente und zugleich schöne Stadtquartiere dargestellt. Ausgehend vom "Bebauungsplan der Umgebungen Berlins" (1862) von James Hobrecht skizzieren Wolfgang Sonne und Marianne Kayser eine Geschichte des Berliner Mietshauses und ordnen diesen Bau- und Wohntyp in die europäische Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts ein. Jan Herres stellt die flexiblen Grundrisstypen des Mietshauses vor und zeigt deren Potenzial für aktuelle Anforderungen an das städtische Haus. Wilko Potgeter beschreibt die vorherrschende Konstruktion des gründerzeitlichen Mietshauses und leitet aus wesentlichen Konstruktionsprinzipien eine Vorbildhaftigkeit für heutige Bauweisen ab. Michael Heinrich untersucht die architektonischen Instrumente der Fassadengestaltung und deren Einfluss auf Wahrnehmung und ästhetische Empfindungen. Und Tobias Nöfer schließlich erläutert, warum es in Berlin wie in anderen europäischen Städten auch aus politischer Perspektive an der Zeit ist, den parzellierten Städtebau mit seinen Straßen, Plätzen und Wohngebäuden wieder als Vorbild für neue Entwicklungen zu nehmen.

Buchdetails

Verlag
WASMUTH VERLAG GmbH
ISBN
9783803022295
Erscheinungsdatum
24.06.2026
Seitenzahl
176
Einband
Gebunden
Sprache
Deutsch
Maße
243 × 305 × 17 mm

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