David Ricardo (1722-1823)
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Drei Karrierewege - als Börsianer, als theoretischer Ökonom und als Wirtschaftspolitiker - zeugen von den vielseitigen Talenten eines Mannes, der sich in die Debatten über die brennenden ökonomischen Probleme seiner Zeit einmischte.
Die in Auseinandersetzung mit kontroversen Standpunkten verfassten Essays bilden die Grundlage für Ricardos Hauptwerk 'On the Principles of Political Economy, and Taxation' (1817). Einerseits umjubelt, andererseits kritisiert, musste sich der Autor vor allem eine höchst unsystematische Form der Darstellung und eine zu starke Abstraktheit der Argumentation vorwerfen lassen. Dabei sind aus heutiger Sicht die inhaltliche Systematisierung und die ungewöhnliche methodische Vorgehensweise genau jene Innovationen, die Ricardo von den damaligen Vertretern der Politischen Ökonomie abheben. In der theoriehistorischen Einordnung macht ihn das zu einem Klassiker, der die ökonomische Wissenschaft nicht nur bereichert, sondern auf einen neuen Weg gebracht hat.
Ausgehend vom Leben und Wirken Ricardos wendet sich das Buch seinen verschiedenen Theorien zu, die deutlich reichhaltiger sind, als es bspw. der Blick in curriculare Lehrmaterialien zu ohnehin ausgedünnten theoriehistorischen Modulen an deutschen Hochschulen vermuten lässt. Ausführlich werden seine in den Rahmen der sogenannten Bullion-Kontroverse einzuordnende Geldtheorie sowie sein Modell der Einkommensbestimmung vor dem Hintergrund der Korngesetze behandelt. Und natürlich fehlt auch nicht die gründliche Beschäftigung mit Ricardos Werttheorie (und den diesbezüglichen Streitereien), zumal sie ebenso wie seine Verteilungstheorie für verschiedene Schulen zum Ausgangspunkt eigener Theorieentwicklung wurde. Einige der aufgegriffenen Themen haben das Ricardo-Bild bis zur Gegenwart nachhaltig geprägt, obwohl sie in seinem Hauptwerk nur eine Nebenrolle spielen. Dazu gehören u.a. das Theorem der komparativen Kostenvorteile und der sogenannte Ricardo-Effekt. Insgesamt macht der lange Schatten, den Ricardo theoriehistorisch geworfen hat, eine ausführliche Kommentierung der widersprüchlichen Rezeption erforderlich, die sein Werk durch die Fachwelt erfahren hat.
Die in Auseinandersetzung mit kontroversen Standpunkten verfassten Essays bilden die Grundlage für Ricardos Hauptwerk 'On the Principles of Political Economy, and Taxation' (1817). Einerseits umjubelt, andererseits kritisiert, musste sich der Autor vor allem eine höchst unsystematische Form der Darstellung und eine zu starke Abstraktheit der Argumentation vorwerfen lassen. Dabei sind aus heutiger Sicht die inhaltliche Systematisierung und die ungewöhnliche methodische Vorgehensweise genau jene Innovationen, die Ricardo von den damaligen Vertretern der Politischen Ökonomie abheben. In der theoriehistorischen Einordnung macht ihn das zu einem Klassiker, der die ökonomische Wissenschaft nicht nur bereichert, sondern auf einen neuen Weg gebracht hat.
Ausgehend vom Leben und Wirken Ricardos wendet sich das Buch seinen verschiedenen Theorien zu, die deutlich reichhaltiger sind, als es bspw. der Blick in curriculare Lehrmaterialien zu ohnehin ausgedünnten theoriehistorischen Modulen an deutschen Hochschulen vermuten lässt. Ausführlich werden seine in den Rahmen der sogenannten Bullion-Kontroverse einzuordnende Geldtheorie sowie sein Modell der Einkommensbestimmung vor dem Hintergrund der Korngesetze behandelt. Und natürlich fehlt auch nicht die gründliche Beschäftigung mit Ricardos Werttheorie (und den diesbezüglichen Streitereien), zumal sie ebenso wie seine Verteilungstheorie für verschiedene Schulen zum Ausgangspunkt eigener Theorieentwicklung wurde. Einige der aufgegriffenen Themen haben das Ricardo-Bild bis zur Gegenwart nachhaltig geprägt, obwohl sie in seinem Hauptwerk nur eine Nebenrolle spielen. Dazu gehören u.a. das Theorem der komparativen Kostenvorteile und der sogenannte Ricardo-Effekt. Insgesamt macht der lange Schatten, den Ricardo theoriehistorisch geworfen hat, eine ausführliche Kommentierung der widersprüchlichen Rezeption erforderlich, die sein Werk durch die Fachwelt erfahren hat.
Buchdetails
- Autor
- Quaas, Friedrun
- Verlag
- Metropolis Verlag
- ISBN
- 9783731616351
- Erscheinungsdatum
- 17.09.2026
- Seitenzahl
- 534
- Einband
- Taschenbuch
- Sprache
- Deutsch
- Maße
- 218 × 135 × 40 mm
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