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Es geht ein Gespenst um, nicht nur in Europa, das ist der (Eu)Feminismus, der Antimaskulinismus. Infolge größerer Belastung durch gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeiten und durch Kriegsdienst ist die Lebenserwartung für Männer deutlich kürzer als die von Frauen, in Kriegszeiten um bis zu Jahrzehnte. Es herrscht eine deutliche männliche Übersterblichkeit, ein Gender survival gap. Kürzere Lebenserwartung gilt als das wichtigste Kriterium, anhand dessen die Benachteiligung einer Bevölkerungsgruppe messbar ist. Noch schlimmer als die Bären hat der Mensch die seinen Bestand regulierenden abiotischen und biotischen Feindfaktoren eliminiert und die Menschheit ist in der Folge dessen gezwungen, ihren Bestand durch Kriege selbst zu regulieren. Der Bärendienst dabei die Rolle des Bösen zu spielen zu müssen obliegt traditionell dem Mann. Doch im Gegensatz zu den nahezu ausgerotteten Naturvölkern funktioniert diese Selbstregulierung beim selbstzivilisierten Menschen nur unzureichend. Der berühmte Verhaltensforscher Konrad Lorenz hat dieses zuerst an Hunden entdeckte Phänomen männliche Beißhemmung genannt. Soziale Hemmungen bei Rüden würden von Hündinnen für Aggression ohne Gegenwehr ausgenutzt. Angriffe auf Welpen und Hündinnen seien unter nichtpathologischen Verhältnissen normalerweise ausgeschlossen. Wie auch die Welpen hätten Hündinnen bei den in sie vernarrten Rüden so etwas wie Narrenfreiheit. Daher komme unter nichtpathologischen Bedingungen auch ein Angriff eines Mannes auf eine Frau praktisch nicht vor, schlußfolgerte Lorenz. Daraus resultiere ein sozialer Vorrang des weiblichen Geschlechts, der sich unter anderem in einer bevorzugten Alimentierung durch die Sozialsysteme ausdrücke. Lorenz zufolge sei Amerika ein Land 'uneingeschränkter Frauenverehrung'. Die Vorteile und Sonderrechte für Frauen sind inzwischen kaum noch zählbar. Frauenquoten sind eine Benachteiligung von Männern. Eine sogenannte 'positive Diskriminierung' führt zu einer grundgesetzwidrigen Benachteiligung der Männer aufgrund ihres Geschlechts. Frauen verteidigen ihr Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Dagegen können Männer bei Bedarf wie Vieh requiriert und zum Kriegsdienst 'eingezogen' und ihnen damit Menschenrechte wie das auf Leben und körperliche Unversehrtheit zeitweilig entzogen werden. Militärdienst ist demütigend, entrechtend und nicht selten tödlich. Gestohlene Lebensjahre, männliche Übersterblichkeit, man könnte von einer Genderapartheid gegen Männer sprechen. Der Autor spürt dem Ursprung dieser Ungleichbehandlung nach und sieht diese im Tierreich. Noch ungleicher als die Natur behandelt der Mensch die Geschlechter bei seinen Haustieren. Es wird Zeit, den Männern endlich auch etwas Gleichberechtigung zuzugestehen.
Buchdetails
Autor
Kerl Merks
Verlag
Engelsdorfer Verlag
Einband
Taschenbuch
ISBN
9783690951494
Seitenzahl
248
Erscheinungsdatum
15.06.2026
Sprache
Deutsch
Maße
211 × 152 × 20 mm
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